Liebes Tagebuch

Heute ist der 7.8.1968

Auf dem Country-Fest sah ich einen gut aussehenden jungen Mann, Ohhh Mann, der gefiel mir recht gut, doch sicher war er verheiratet. Caren war in den anderen jungen Mann verliebt, wir beide hatten einen guten Geschmack, was Männer betraf.

Ich war damals ziemlich jung und dachte noch nicht mal so viel an Männer, doch als ich dann diesen Namen hörte, Chris Montez, blieb mir fast die Luft weg. Ein irrer Name und Mexikaner war auch noch, so viel konnte ich kaum behalten. Zu diesem Zeitpunkt war Chris Montez 25 Jahre alt und ich jünger als er.

Wenn Christopher´s Augen zärtlich wurden, verzauberte er mit seinem Lächeln jedes Mädchen. Das feuchte Gras an jenem Morgen war mit silbrigem Frost überzogen, mein Athem ging schwer und mein Herz klopfte wie wild. Ein Mann, von den man träumen und den man lieben konnte.

Ich ging fast auf jedes Fest, sogar heimlich war ich auf den Tanzflächen mit meinen Freundinnen. Wir hoppsten und sprangen wie wild herum. So kam der Winter und ich ging wieder zur Schule. Meine Tante Martha war in hektischer Laune und schrie meist "Juliana, mach schon. Der Bus ist da.", oder "Juliana, komm bitte nicht zu spät!".

Ohhh Mann, habe ich geglaubt, dass das Leben so weiter ging und ob ich auch einmal so werden würde wie sie? Eine Weile hatte ich genug mit der Schule zu tun und dachte kaum noch an den jungen Mann.

Christopher Montanez oder Ezekiel Christopher Montezuma - na wie auch immer er hieß, ich dachte kaum noch daran. Die Schule und dann der Schnee ließen es kaum zu, dass ich fortkam.

So verging das Jahr und die großen Ferien kamen. Ich flog nach Deutschland, um zu lernen. München war sehr schön und der Reiz der Berge verzauberten mich. Das Ferienhaus meiner Tante war groß, doch leider konnte man hier nicht so einfach zum See laufen. Schwimmen gehen war nicht drin.

Auf einmal las ich, dass dort der Name stand, den ich kannte. Das große Plakat war nicht mal zu übersehen und mein Herz machte wieder vor Freude einen Sprung, Doch ich wußte, dass ich ihn nie wiedersehen würde - ein kindlicher Einfall. Nun gut! Was die Reise anbetraf, ging mir alles viel zu schnell.

Das war damals gewesen. An das Klima gewöhnte ich mich ziemlich schnell und lernte viele neue Dinge kennen. Was mich jedoch wieder zurück zog, war dieser Gedanke. Dieser Mann - wie hieß noch? Ja richtig - Christopher Montez.

War er mir gefolgt, oder war das rein zufällig, das er hier war? Tante Martha schien es noch nicht begriffen zu haben, was hier los war und wie gings mit mir weiter und dem Mann, der später mein Ehemann wurde?

 

Ich suche zur Zeit noch einen Verleger!

Home